Als ich mit dem Wassergeschäft begonnen
habe, da dachte ich doch tatsächlich noch, dass dies ein
Geschäft ist in dem ich besonders viele ethische Menschen treffen werde. Doch
dies stellte sich bald als Irrtum heraus.
Die Art, wie Mitbewerber untereinander
und miteinander umgehen, ist vorsichtig ausgedrückt recht fragwürdig. Es geht
hier um ein knallhartes Geschäft und entsprechend wird auch gehandelt.
Einschüchterungen, Nötigung, Erpressung, Rufmordkampagnen, Gerüchte usw. sind
gängige Praktiken um sich zu behaupten. Wie mir mittlerweile bekannt ist gibt
es auch Absprachen untereinander, die natürlich offen nie bestätigt werden
würden. Zusätzlich kommen noch erhebliche politische Aspekte hinzu, die mit
richtig viel Macht und dem Knüppel des Gesetzes weiteren Schaden anrichten.
Bevor ich hier meine
Erfahrungen darstelle, noch ein Wort an meine lieben Mitbewerber am Markt.
Einige von Euch haben unser Unternehmen ganz schön heftig bedrängt und dabei
nicht immer die richtigen Mittel gewählt. Ich war schon so manches mal dicht davor gegen Euch vorzugehen. Doch ich habe mich
eines Besseren belehren lassen. Kampf führt immer wieder zu Kampf und
Feindschaft bringt nur schlechte Energien in die Welt, von denen wir sowieso
schon zu viele haben. Auf energetischer Ebene sind wir miteinander verbunden
und daher wäre ein Vorgehen gegen Euch auch zugleich ein Vorgehen gegen unser
Unternehmen und somit auch gegen mich. Dieser schlauen Einsicht habt Ihr es zu
verdanken, dass ich keinen Skandal gemacht habe. Trotzdem kann ich dem
Bedürfnis nicht widerstehen, meine Erfahrungen in möglichst objektiver Form,
der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jeder soll dann selbst sehe, was er
damit anfängt. Am Ende bleiben sowieso nur die Redlichen übrig, auch wenn es
zwischenzeitlich mal anders scheinen mag. Ich selbst verfalle immer wieder der
Meinung, dass die am erfolgreichsten sind, die am besten Betrügen können und
dabei möglichst rücksichtslos sind. Aber
ich kann mich dann doch immer wieder beherrschen und kehre zu meinen
Einstellungen zurück. Es ist keineswegs so, dass die besten Betrüger immer am
erfolgreichsten sind. Sie mögen zwar über Strecken zuweilen den besten Profit
machen, aber abgerechnet wird immer am Schluss. Auf geistig energetischer Ebene
sieht das wie schon erwähnt nicht ganz so einfach aus, denn dort kommen die
Ergebnisse des Wirkens zuweilen an ganz unerwarteten Stellen zum Vorschein. Die
Natur gleicht sich immer aus. In diesem Sinne solltet Ihr Euer Geschäft
vielleicht einer Überarbeitung unterziehen.
Nun aber zu meinen Erfahrungen.
Angefangen habe ich mit dem
Wassergeschäft bei der Firma die damals noch BestWater
hieß. Dieser Name ist mittlerweile einige Male verändert worden, genauso wie
die Geschäftsform. Es ist für jemanden, der es nicht immer so genau mit seinen
Aussagen und seinem Tun nimmt, vorteilhaft seinen Wohnsitz und den Hauptsitz
seiner Firma ins Ausland zu verlegen. Somit sind dann zwar Geschäftsführer und
Angestellte nach deutschem Recht zu belangen, aber nie der Chef, der Gott wie
günstig ja hier nur mal so reinschaut und eigentlich mit nichts etwas zu tun
hat.
Nun gut, die angepreisten
Geräte waren zwar recht teuer, aber es wurde ja auch immer von einem hohen und
nicht zu toppenden Standard gesprochen. Also
verkaufte ich diese Geräte und erzählte den Kunden die gleichen Märchen, die
mir eingeredet wurden. Made in USA und aus der Raumfahrttechnik, mit
Edelstahlhahn, mit magnetisch beschichteten Membranen und nur vom Feinsten.
Dann kam aber eine Zeit da gingen Gerüchte um, dass die Tatsachen wohl doch
etwas anders aussahen. Angeblich wurden die Geräte jetzt in Polen gefertigt und
die vermeintlichen Edelstahlhähne waren nur aus Messing und überhaupt hätte das
ja niemand jemals behauptet. Dazu kamen unkorrekte Provisionsabrechnungen und
dümmliche Querelen wegen kleinsten Beträgen, regelmäßige Änderungen des
Marketingplans und alle paar Wochen eine neue Geräteausführung.
Auch wegen der benutzten
Verkaufsstrategie gab es immer wieder Gerüchte. Wegen dem
verwendeten Elektrolysetests gab es angeblich schon Klagen und
Unterlassungsbeschlüsse. Diese wurden aber immer wieder bestritten und es wurde
weiter gemacht wie bisher. Ich selbst habe in der Anfangszeit
Verkaufsvorführungen gesehen wo tatsächlich mit falschen Aussagen Angst beim
potentiellen Kunden geschürt wurde um den Kaufanreiz zu erhöhen. Dann gab es
offiziell einige Rundschreiben die genau erläuterten was bei diesem Test vor sich
ging. Damit war alles klar und wer sich an die Fakten hielt konnte eigentlich
nur auf der rechtlich sauberen Seite sein.
Ich habe diesen Test mittlerweile als
Verkaufsmittel nicht mehr in der Anwendung. Dies ist aber nicht aus meiner
Überzeugung, sondern weil schon zu viel Schindluder damit getrieben wurde. Rein
sachlich betrachtet ist dieser Test anschaulicher als eine digitale Zahl auf
einem Messinstrument. Meine Vergleichsmessungen haben auch eine recht hohe
Genauigkeit gezeigt. Dies sei hier der Vollständigkeit und der Klärung wegen
erwähnt.
Wie dem auch sei, ich überprüfte, was ich
überprüfen konnte. Nachdem ich einen der angeblich aus Edelstahl gefertigten
Hähne aufgesägt hatte, musste ich feststellen, dass dieser aus billigem Messing
war. Von den angeblich magnetisch beschichteten Membranen fand ich keine Spur
bei den Herstellern. Das war dann der Punkt an dem ich fristlos meinen sogenannten Lizenznehmervertrag gekündigt habe. In
monatelangen Recherchen am internationalen Markt verschaffte ich mir einen
detaillierten Einblick in die Materie und musste erkennen, dass die angeblich
so hochwertigen Anlagen einfache Standardware waren die nicht mal für den
deutschen Wassermarkt sinnvoll konfiguriert waren. Viele der gelernten Aussagen
waren falsch oder nicht prüfbar. Also, ich wurde rundherum von dem Unternehmen
betrogen und ausgenutzt. Es bestätigte sich mal wieder, dass Vertrauen ganz gut
ist, aber ohne Kontrolle sollte man sich nicht auf ein Geschäft einlassen.
Wie ich u.a.
aus einer Klageschrift erfuhr, werden die Anlagen tatsächlich in Polen
gefertigt. Dies wird aber geschickt damit begründet, dass die Amerikanische
Firma dort ein Tochterunternehmen gegründet hat und das
somit Made in USA nach wie vor legitim sei. Nun, darüber soll jeder denken was
er will. Meine Recherchen haben ergeben, dass Teile aus den USA teuer und von
schlechter Qualität waren. Top Ware zu guten
Konditionen stammten aus Asien. Das sind meine Erfahrungen. An dieser Stelle
will ich noch mal kurz auf die erwähnte Klage eingehen. In dieser werde ich
erstaunlicher Weise vom Anwalt, der die Interessen der Firma BestWater vertritt genannt. Dies geschah aber ohne mein
Wissen! Die dabei aufgestellten Behauptungen sind eindeutig gelogen und
ausgesprochen Ruf- und Geschäftsschädigend. Nicht ganz fair wie ich finde.
Aber was will ich von einem Firmeninhaber
erwarten, der mich extra aus Polen anrief um mir die wichtige Aussage: “Hallo
Du Arschloch“ mitzuteilen! Also dieser Anruf brachte mich ja nun in jeder
Hinsicht weiter und war eine echte Bereicherung für mein Leben. Zu diesem
Verhalten passt auch die folgende Erfahrung wie die Faust aufs Auge, wie der
Berliner so schön sagt.
Ich hatte von einem Anlageninhaber den
Auftrag bekommen, seine Anlage zu warten und die Filter auszutauschen. Beim
Versuch das Absperrventil am Tank der BestWater
Anlage zu schließen, hatte ich gleich das gesamte Ventil in der Hand, und dies
ohne nennenswerten Kraftaufwand. Nachdem ich mit Mühe und Not eine
Flutkatastrophe verhindern konnte, schaute ich mir das Teil genauer an. Das
vorhandene Feingewinde aus Kunststoff wies deutliche Beschädigungen auf. Es sah
eindeutig so aus, dass dieses Ventil mit zu viel Kraft aufgedreht worden war,
wodurch das Gewinde zum größten Teil abgerissen war. Wie sich im Nachhinein
herausstellte, wurde die Anlage beim Neukauf mehrfach ausgetauscht und
obendrein zum Schluss durch den Chef von BestWater
persönlich eingebaut, bzw. wie ich behaupte vermurkst.
Also, es handelte sich eindeutig um einen
Garantiefall und ich schrieb den Kunden einen Arbeitsbericht mit den von mir
festgestellten Umständen. Wenn Sie jetzt denken, dass die Firma BestWater sich, wie es sich für eine ordentliche Firma
gehört, kulant zeigte und diesen selbst verursachten Fehler umgehend und
kostenlos beseitigte, dann sind Sie auf dem falschen Weg. Nein, Herr Gamon höchst persönlich rückte bei den Kunden ein, demontierte
Teile der Anlage, die bis dahin von mir in einen betriebfähigen Zustand
versetzt worden war, und verschwand
wieder. Zuvor ließ er sich aber in sehr unflätige Weise und unter falschen
Aussagen über mich aus. Dies habe ich im Übrigen schriftlich von den Kunden
vorliegen! Er behauptete, dass die Garantie der Anlage durch die von mir
durchgeführte Wartung erloschen sei und das er nur eine Reparatur machen würde,
wenn die neuen Filter, natürlich kostenpflichtig, nochmals durch seine Firma
ausgetauscht werden würden. Die Kunden standen also mit einem Kleinkind ohne
Wasser da und wurden in massiver Weise erpresst und letztendlich dazu genötigt
dem Drängen nachzugeben. Aus Kulanzgründen habe ich den Kunden ihr Geld wieder
zurückerstattet, was ich dann als 100% Verlust verbuchen musste, denn
gebrauchte Filter kann ich nicht erneut verkaufen. Böse Zungen würden
behaupten, dass dies die üblichen Methoden der Polenmafia seien.
Dummer Weise ist dies in unserem Land
auch nicht strafbar, denn trotz Vorlage einer schriftlichen Zeugenaussage der
Kunden und von mir, war die Staatsanwaltschaft und die Oberstaatsanwaltschaft
in Berlin nicht der Meinung, dass eine strafbare Handlung vorlag und das somit
kein öffentliches Interesse an der strafrechtlichen Verfolgung bestehe! Also,
was lernen wir daraus? Als Pole darf man in Deutschland nötigen und erpressen
wen man will, weil, es besteht kein öffentliches Interesse daran. Das versuchen
Sie mal als Deutscher!
Was habe ich noch dabei gelernt? Um
Profit zu machen brauche ich keine Ahnung von dem Bereich haben in dem ich
tätig bin und ich brauche auch keine hohe Qualität bieten, den einzig
ausschlaggebend ist mein Geschick als Verkäufer.
Dies ist zwar nicht meine Einstellung,
aber es scheint zumindest einige Zeit lang zu funktionieren.
Wie sich aus dem geschilderten Fall für
einen vermeintlich selbständigen Vertriebspartner ergibt, handelt es sich wohl
eher um eine Scheinselbständigkeit, denn wie sonst kann die lizenzgebende
Firma Anspruch auf die Kunden eines selbständigen Vertriebspartners erheben?
Hier ist die Frage berechtigt, ob unter diesen Bedingungen nicht eine
versicherungspflichtige Tätigkeit vorliegt, da Lizenznehmer nicht wirklich
selbständig entscheiden können! Die vermeintlichen Verkäufer sind hier also
eher Vermittler ohne Kundenschutz. Da der Aufbau von Kunden aber ein
wesentlicher Bestandteil einer echten Selbständigkeit ist, welche auf
Nachhaltigkeit ausgelegt sein muß, werden die
Lizenznehmer offenbar um einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit gebracht. Ob das
mit rechten Dingen zu geht, daß darf wenigstens
bezweifelt werden. Eine genaue Klärung müsste aber ein Fachjurist beurteilen.
Der Vollständigkeit halber will ich nicht
unerwähnt lassen, dass viele der Vertriebsleute, die mit viel Energie und
Einsatz die Firma BestWater nach oben gebracht haben,
dies mit teilweise fristlosen Kündigungen gedankt bekommen haben. Diesen
Menschen ist dabei ein erhebliches Einkommen verloren gegangen und Ihr Einsatz
war daher langfristig gesehen umsonst.
Eine weitere bemerkenswerte Begegnung
ereignete sich noch während der Zeit als ich BestWater
Anlagen anbot. Meine Geschäftspartnerin arbeitete zu dieser Zeit noch bei der
Rudolf Steiner Schule in Berlin. Natürlich war es ihr Anliegen diese Technik
und das saubere Wasser auch für die Kinder zur Verfügung zu stellen. Ihr
Versuch den Kindern osmotisches Wasser zu geben, war ein überragender Erfolg.
Dies geschah natürlich in Übereinstimmung mit den Eltern der Kinder. Die Kinder
tranken von dem osmotischen Wasser 10 mal mehr als von
dem reinen Leitungswasser. Daraufhin wurden Überlegungen angestellt ob eine
Osmoseanlage in der Küche der Rudolf Steinerschule installiert werden solle.
Dazu wurde ein Vorgespräch mit einem Elternausschuss geführt das im Großen und Ganzen
recht positiv ausging. Es musste aber noch der Küchenkreis überzeugt werden.
Dazu war ein Termin anberaumt, welcher sich zu einem echten Skandal entwickeln
sollte. Anstatt der erwarteten Personen, waren weiterhin anwesend Außenstehende,
die nach eigenen Angaben gekommen waren weil sie gehört hatten, dass es hoch
her gehen soll! Weiterhin anwesend war einer der Geschäftsführer der Rudolf
Steiner Schule, der Pressesprecher der Berliner Wasserwerke mit einem Anwalt im
Schlepptau, zwei Vertreter der Firma Sanacell, welche
auch Filteranlagen bieten und der Geschäftsführer der Wasserläden und zugleich
Vertriebsleiter der Firma Carbonit die als einziges
deutsches Unternehmen Filterpatronen produzieren. Diese illustre Runde war
hochgradig verspannt. Bereit nach der Eröffnung meldete sich der
Geschäftsführer der Wasserläden zu Wort. Er bedrohte die beiden Vertreter der
Firma Sanacell mit einer Klage, wenn diese behaupten
würden, dass ihre Filter Medikamente aus dem Trinkwasser entfernen können.
Weiterhin stellte er sich vor und behauptete, dass er nur da sei um die
Anwesenden vor falschen Versprechungen und einem potentiellem Betrug zu
schützen. Geschäftliches Interesse leugnete er, obwohl er permanent von Carbonitfiltern redete.
Dann hielt der Pressesprecher der
Berliner Wasserwerke eine Rede, welche sich sehr gut in der Werbung zur besten
Sendezeit gemacht hätte. Nach seiner Aussage kommt quasi das reinste Quellwasser
aus dem Wasserhahn. Meine Fragen warum dann die Grenzwerte für den Leitwert des
Trinkwassers kontinuierlich erhöht, also verschlechtert wurden, beantwortete er
einfach nicht. Wie im Übrigen meine Schriftliche Anfrage bei den Berliner
Wasserwerken bis zum heutigen Tag unbeantwortet blieb. Auch meine Frage nach
den von der Berliner TU festgestellten hohen Grund-
und Oberflächenwasserbelastung mit Medikamenten beantwortete er nicht direkt,
sondern flüchtete sich in die Aussage, dass das durch sogenannte
Summengrenzwerte zuverlässig geregelt sei. Wie dem auch sei, nach dieser
Propagandaansprache waren die meisten davon überzeugt, dass das Berliner Wasser
keiner Reinigung bedarf. Interessanter Weise wurden weitere Fragen von mir
durch den Geschäftsführer der Rudolf Steiner Schule mehrfach unterdrückt. Mein
Versuch die Grenzwertproblematik etwas aufzuhellen wurde ebenfalls unterdrückt.
Egal was ich ansetzten wollte, es wurde weggedrückt. Statt
dessen wurden teilweise relativ belanglose Fragen ausgiebig diskutiert,
die keiner Diskussion bedurft hätten. Es war also eindeutig erkennbar, dass der
Ablauf diese Veranstaltung vorab bestimmt war. Daher hielt ich mich bei meiner
Präsentation extrem kurz und verzichtete vollständig auf das Potential an
Wissen, was ich zu diesem Thema habe. Die Vertreter von Sanacell
brachten nach der aggressiven Abmahnung nichts nennenswerte zur Sprache und
machten einen kläglichen Eindruck.
Der Geschäftsführer der Wasserläden
versuchte mich mit dem Argument anzugreifen, dass die von mir angebotene BestWater Anlage überteuert sei. Da ich zu diesem Zeitpunkt
aber bereits die tatsächliche Einkaufspreise kannte, und damit auch die Preise
der Anlagen vom Wasserladen bewerten konnte, bot ich ihm an seine Einkaufspreis
vor der Runde offen zu legen, worauf er Ruhe gab.
Noch während die anderen Anwesenden im
Gespräch waren, brühte ich einen Tee mit osmotischem und einen mit reinem
Leitungswasser. Das Ergebnis stellte ich dem Pressesprecher der Berliner
Wasserwerke vor die Nase. Der Tee mit Leitungswasser gekocht sah aus wie eine
unappetitliche Brühe, wogegen der Tee mit dem Osmosewasser aus der selben Leitung kristallklar war. Der Pressesprecher
traute seinen Augen nicht und behauptete doch tatsächlich, dass dies nicht mit
rechten Dingen zugehe und das sein Tee bei sich
zuhause nicht so aussehe. Damit war die Angelegenheit für mich erledigt und ich
verließ den Ort des Geschehens. Es war sinnlos weiter an diesem Projekt zu
arbeiten. Es soll dann noch hoch hergegangen sein und es wurden, vor allem vom
Geschäftsführer der Wasserläden noch Klageschriften und diverse Aussagen
dargestellt.
Im Nachhinein wurde dann beschlossen eine
dauerhafte Messstation in der Rudolf Steiner Schule, auf Kosten der Wasserwerke
einzurichten. Damit war das Thema Wasserreinigungsanlage eigentlich vom Tisch,
dachte ich damals jedenfalls. Denn tatsächlich sollte diese Veranstaltung noch
so einige Folgen haben.
Bereits einige Tage später erfuhr ich aus
Insiderkreisen, dass ich bei den Wasserwerken auf der Abschussliste stehe und das diese nur auf eine Gelegenheit warten um gegen mich
vorzugehen. Bis heut konnte ich dagegen nicht in Erfahrung bringen wie diese
Runde überhaupt zustande kommen konnte.
Einige Zeit später verlor meine Partnerin
Ihre Stelle bei der Rudolf Steiner Schule. Dies geschah auf so hinterhältige
Weise, dass es kaum zu beschreiben ist. Nach mehr als 12 Jahren bekam sie eine
fristlose Kündigung. Diese wurde durch geschicktes Taktieren des bei der
erwähnten Runde anwesenden Geschäftsführers bewerkstelligt. Das
diese fristlose Kündigung mit dem genannten Treffen in Verbindung stand,
bestätigte sich erst einige Zeit später.
Als unmittelbare Folge dieses Treffens
sprangen auch einige Interessenten an der Umkehrosmoseanlage ab. Mir wurde
sogar Lügen und Betrug unterstellt. Dies besonders von Menschen mit denen ich
vorher ein gutes Verhältnis hatte. Es wurde also massiv Rufmord und unlauterer
Wettbewerb betrieben.
Monate später, kamen dann unsere eigenen
Anlagen und wir waren in der Startphase unseres Geschäftes. Die Ware war gerade
erst 5 Tage da, als ein Schreiben vom Wasserladen kam. Dies war von dem
Geschäftsführer der Wasserläden auf Geschäftspapier von der Firma Carbonit, in seiner Eigenschaft als Vertriebsleiter von Carbonit geschrieben. Darin wurden wir unter Klageandrohung
aufgefordert unser Tun einzustellen. Es wurde behauptet, dass wir viele
Kunden falsch beraten haben und versucht haben, Kunden des Wasserladens
abzuwerben. Interessant daran ist, dass zu diesem Zeitpunkt kein einziges
Kundengespräch stattgefunden hatte, denn die Ware war ja gerade erst
eingetroffen. Auch in den Monaten der Entwicklung unserer Anlage wurden keine
Kundengespräche geführt, weil der Liefertermin noch nicht feststand. Besonders
interessant ist dabei, dass mir noch zu BestWater Zeiten
ein konkreter Vertrag mit einer Kundin geplatzt ist, weil diese mir sagte, sie
habe im Wasserladen erfahren, dass ich ein Betrüger sei! Also ich hatte eine
Abmahnung in Händen für ein Verhalten, dass der Wasserladen selbst
praktizierte, nämlich Rufmord und unlauterer Wettbewerb. Bis heute hat sich die
Zahl der Menschen weiter erhöht, die durch unsere Beratung zu dem Entschluss
kamen sich eine Wasseraufbereitungsanlage zu kaufen, diesen Kauf aber dann nach
Gesprächen mit dem Wasserladen dort tätigten und nicht bei uns. Bemerkenswert
ist dabei auch, dass wir ein besseres Preisleistungsverhältnis haben. Also
liegt es nahe, dass die Beratung im Wasserladen wohl nicht neutral erfolgt sein
konnte.
Im Zuge dieser Abmahnung setzte ich mich
mit dem Geschäftsführer von Carbonit in Verbindung
und brachte dabei in Erfahrung, dass dieses Unternehmen ohne wenn und aber
hinter dem Geschäftsführer der Wasserläden steht, egal was er auch macht. Es
wurde mir auch gesagt, dass es ja letztendlich nicht wichtig sei, wer im Recht
sei, sondern es ist nur wichtig wer den besseren Anwalt und mehr Geld zur
Verfügung hat! Dies wurde mir ganz offen und unverhohlen gesagt! Trotzdem
verlief das Gespräch noch recht gepflegt und der Geschäftsführer von Carbonit empfahl mir ein Gespräch mit dem Geschäftsführer
der Wasserläden zu führen. Er bot sich auch an daran teilzunehmen. Daraufhin
schrieb ich dem Geschäftsführer der Wasserläden und bat um einen
Terminvorschlag. Ich erwähnt in diesem Schreiben, dass ich es zwar nicht für
sinnvoll halte mit jemanden den ich nicht kenne, der aber trotzdem heftig gegen
mich vorgeht, ein Gespräch zu führen, aber unter Beisein des Geschäftsführers
von Carbonit wollte ich es trotzdem versuchen. Von
dieser Aussage fühlte sich der Geschäftsführer der Wasserläden offenbar negativ
berührt, denn ich bekam einen Anruf vom Geschäftsführer von Carbonit
und dieser teilte mir mit, dass ich wörtlich „dämlich“ sein muss, dass ich so
schreibe. Dabei ist zu erwähnen, dass mittlerweile der Anwalt meiner Partnerin
sich über den Geschäftsführer der Wasserläden erkundigt hatte und auch mit
diesem gesprochen hatte. Dabei kam heraus, dass dieser schon viele Klagen gegen
Mitbewerber geführt hat und alle, ohne Ausnahme gewonnen hatte. Offenbar ist
das die Strategie um Mitbewerber klein zu halten.
Aber bei diesem Gespräch kam noch etwas
anderes zum tragen. Es bestätigte sich, dass ein Zusammenhang zwischen der
fristlosen Kündigung meiner Partnerin und dem erwähnten Treffen bestand.
Außerdem kam zu Tage, dass der Geschäftsführer der Wasserläden bereits
Erkundigungen über uns eingezogen hatte und die Aussage machte, dass er nicht
gegen uns klagen werde weil nichts bei uns zu holen sei! Das könnte ich auch so
interpretieren, dass die Klage dann kommt, wenn etwas zu holen ist.
So, dass war in möglichst kurzer Form ein
Überblick über meine Erfahrungen in diesem Bereich. Ich bin gespannt was noch
auf uns zukommt, wenn wir größer werden, denn wir befinden uns in einem
Monopolmarkt der nicht nur mit viel Geld, sondern auch mit Politik und Macht
verbunden ist. Viele Experten sagen jetzt schon, dass der nächste Krieg um
Wasser geführt wird. Das dies bereits der Fall ist, dass sei hier nur am Rand
erwähnt. Wie z.B. die Türkei heute mit Wasser umgeht, kann früher oder später
nur in einen Krieg münden, denn diese legen die Nachbarländer regelrecht
trocken. Die großen Wassermonopolisten machen millionenschwere Prestigewerbung
sicher nicht umsonst. Der Zustand der Ressource Wasser hat sich in vielen
Bereichen verschlechtert und solange ist mit diesem Umstand gutes Geld zu
mache, denn ohne Trinkwasser geht nichts mehr.
Bilden Sie sich bitte Ihre eigene
Meinung.
Nachtrag:
Seit meinem Bericht hier, ist nun einiges
an Zeit ins Land gezogen. Natürlich hat es bezüglich der hier gemachten
Schilderung noch einige Neuerungen gegeben. Vom Anwalt der Firma BestWater werde ich immer mal wieder mit Klagedrohungen
bedacht. Ich soll vor allem meine Äußerungen hier entfernen. Bisher ist es
allerdings bei den Drohungen geblieben und ich sehe keinen Grund meine
Erfahrungen zu verleugnen und zu entfernen.
Von Seiten der Firma Carbonit,
bin ich vor einiger Zeit auch angeschrieben worden. Darin wurde mir mitgeteilt,
daß man sich von dem hier erwähnten Vertriebsleiter,
welcher zugleich der Geschäftsführer der Wasserläden war, getrennt hat.
Offenbar war seine Vorgehensweise wohl doch etwas zu unverträglich. Weiterhin
wurde mir offeriert, daß eine engere Zusammenarbeit
gerne gesehen und unterstützt werden würde. Da sich aber meine Aktivitäten in
der Zwischenzeit anders entwickelt haben und sich das Wassergeschäft derzeit
eher im Dornrösschenschlaf befindet, bin ich auf dieses Angebot nicht eingegangen.
Es zeigt aber, daß hier wohl ein Umdenken
stattgefunden hat, was ich nur begrüßen kann.
Auch zur Rudolf-Steiner-Schule gibt es etwas
nachzutragen. Wie hier geschildert, war das Vorgehen der Geschäftsleitung nicht
gerade vorbildlich. Da ist es dann wohl auch nicht weiter verwunderlich, daß die Kripo dort einrückte und alle Unterlagen der
Geschäftsleitung beschlagnahmte. Der Vorwurf war, soweit mir bekannt, Veruntreuung
von Geldern für private Zwecke. Ob sich das in der Tat bestätigte, daß ist mir nicht bekannt aber es passt so wunderbar in das
hier geschilderte, daß es eine Erwähnung wert ist.
Letzte
Änderung 03.09.2009 © Thomas Patzlaff 2009